Das Königshaus

Schützenfest verbindet

Königin Wera hätte es sich nie träumen lassen, als sie 1988 aus ihrer Heimat Ratibor/Oberschlesien nach Düsseldorf gezogen ist, dass sie irgendwann mal Königin in Kleinenbroich sein wird. Kennengelernt hat sie König Thomas im Jahre 1994 und dieser hatte sie damals gefragt, ob sie Zugkönigin beim Schützenfest 1994 sein möchte. Wera hat spontan ja gesagt und seit diesem Zeitpunkt sind die beiden ein Paar. Erstaunlich, denn die Königin hatte zuvor noch nichts vom Schützenwesen und dessen Traditionen gehört, geschweige denn erlebt.
Zusammen mit ihrem Mann fungierte sie als Ministerin beim König und Schwiegervater Willi Bommes im Jahre 2007 und beim König Jörg Pauen im Jahr 2012. Neben diesen beiden Großereignissen unterstützt sie ihrem Mann unermüdlich bei dessen Arbeit als Regimentshauptmann des Grenadiercorps, im Schützenzug „Eintracht“ und beim Männergesangverein „Eintracht“.
Die Königin ist wie ihr Mann auch begeisterte Trierpilgerin in der Matthias-Bruderschaft Kleinenbroich und wallfahrtet schon seit vielen Jahren kurz vor dem Schützenfest nach Trier – wie in diesem Jahr auch.
Die Königin ist mit ihrem Mann seit 22 Jahren verheiratet und die beiden haben zwei Söhne Toni (19) und Jakob (16). Beide nehmen ebenfalls als aktive Schützen im Grenadierzug „Eintracht“ am Schützenfest teil.
So hat die Königin in Kleinenbroich ihre neue Heimat gefunden und beide freuen sich riesig auf die Festtage.

Endlich ist es soweit und wir freuen uns sehr...
Der Ur-Kleinenbroicher Michael hat eigentlich nie gedacht, dass er einmal Minister in Kleinenbroich wird. Dann stand Thomas am Schützenfestmontag bei Michaela in der Küche und hat gefragt, ob sie es sich vorstellen könne einmal Ministerin zu sein. Beide zögerten dann keine Sekunde und haben „Ja“ gesagt.
Mit dem Schützenwesen sind beide, die sich bereits seit ihrer Jugend kennen, von der Kindheit an vertraut. Michael´s Vater, Matthias Bienefeld, war seit 1956 Mitglied des Jägerzugs Hushötter Jonges und seit 1974 Fahnenoffizier. Im Jahr 1980 war sein Onkel Hans Bienefeld mit seiner Frau Maria ein Ministerpaar der Bruderschaft. Der Opa der Ministerin, Johann Deuß, war über 60 Jahre Mitglied der St. Donatus -Bruderschaft in Pesch und davon etliche Jahre aktiv im Vorstand tätig. Michaela´s Vater Josef Deuß ist schon über 50 Jahre im Jägerzug Birkengrün aktiv. Der Bruder der Ministerin macht sogar bei zwei Schützenfesten als aktiver Schütze mit. Somit ist klar, dass Michael und Michaela Schützenfestgene besitzen.

Michael, der seit 1990 als aktiver Schütze im Grenadierzug „Eintracht“ mitmarschiert, liebt es, an seinen Oldtimer-Traktoren zu schrauben und mit ihnen eine Spritztour zu machen. Er ist mit seiner Ehefrau seit 21 Jahren verheiratet und sie haben zwei Kinder Yannik (19) und Annika (16). Yannik hat mit 6 Jahren schon als Page angefangen und ist jetzt Schütze im Grenadierzug „Eintracht“. Beide freuen sich sehr und unterstützen ihre Eltern.

Als ich im Frühjahr 1994 Kleinenbroich kennenlernte, war natürlich auch der Besuch des Schützenfestes (Umzug, Parade, Tanz im Festzelt) Pflicht. Was verschlägt mich als Bremer nach Kleinenbroich? Natürlich meine Frau Elisabeth, eine geborene Mostert und damit eine Ur-Kleinenbroicherin.
Da bereits mein Schwiegervater Hubert Mostert aktiver Schütze im GZE war und 1998 seinen Traum, Schützenkönig zu sein, verwirklichte, hatte ich schon Verbindungen zum GZE; und doch hat es noch einige Jahre gedauert, bis ich den Schritt in die aktive Schützenlaufbahn machte.
Unsere Zwillinge legten vor, sie waren von klein auf mit dem „Kirmesvirus“ infiziert; erst als Edelknaben und dann als Tellschützen, übrigens auch schon im GZE. In dieser Zeit stellten wir mit Mathis 1 x den Edelknaben- und im weiteren Verlauf auch 1 x den Tellschützenkönig; Jannis errang in seinem letzten „Tellschützenjahr“ den Königstitel. Wir sind also schon etwas „Königshaus-erprobt“.
Ich bin nun seit 5 Jahren aktiv und als Thomas mich fragte, ob ich mir ein Ministeramt vorstellen könnte, zögerte ich nicht und sagte sofort zu. Der Vogelschuss 2017 war spannend und ging – für uns enttäuschend – nicht wie erhofft aus. Aber nicht aufgeben: Thomas schoss 2018 erneut und die Freude war riesig, dass es klappte.
Unser Regierungsjahr war mit vielen tollen Terminen und Begegnungen bestückt, aber unser bisheriger Höhepunkt war der Königsehrenabend. Die Stimmung, gute Musik, das Wetter und alles „Rundherum“ stimmten und es war einfach super.
Die Latte für die anstehenden Kirmestage liegt hoch, aber wir sind uns sicher, dass wir auch die kommenden „Feiertage“ sehr genießen werden.

Traditionsreich, erfahren, jung geblieben!
So langsam nähern wir uns unserem 100-jährigen Jubiläum im Jahr 2021. Jedoch dürfen wir uns in diesem Jahr zunächst einmal wieder Königszug nennen. Zum fünften Mal, nach 1988 (Wolfgang Möske), 1998 (Hubert Mostert), 2007 (Willi Bommes) und 2012 (Jörg Pauen) stellen wir in diesem Jahr mit Thomas Bommes als Schützenkönig und Michael Bienefeld und Uwe Frye als Minister das Königshaus der Kleinenbroicher St. Sebastianus Bruderschaft.
Angeführt vom Zugführer Jörg Hülser, marschieren wir in diesem Jahr mit 23 Schützen im Alter von 16 bis 78 Jahren über Kleinenbroichs Straßen. Die nächste Generation Jung-Grenadiere übernimmt nun langsam das Zepter und marschiert nun schon seit drei Jahren im Grenadierfrack.
Wir sind stolz darauf, nunmehr seit 98 Jahren in Kleinenbroich das Schützenfest mit zu gestalten und mit noch mehr Stolz blicken wir auf unseren Namen „Eintracht“, welcher nicht nur Name ist, sondern generationsübergreifendes gelebtes Programm.

Drei Versuche, 317 Schuss, 2 Ministerjahre, 1 Treffer später und wir sind endlich Königshauskinder! Wir, das sind Yannik, Annika, Mathis, Jannis, Jakob und Toni. Wir Jungs sind alle seit dem sechsten Lebensjahr in der Bruderschaft aktiv. Zuerst liefen wir bei den Edelknaben mit, dann bei den Blauwesten und jetzt seit knapp vier Jahren als Einheit im Frack beim Grenadierzug „Eintracht“.
Wir wurden oft gefragt: „Wieso macht ihr in dem Zug eurer Eltern mit?“ „Könnt ihr mit den Älteren den überhaupt Spaß haben?“. Die Antwort drauf ist: Ja! Denn es gibt nichts Schöneres, als mit vielen Generationen, mit vielen Blickwinkeln das heimische Schützenfest zu feiern. Wir konnten dadurch viele neue Eindrücke gewinnen, wie: Was bedeutet Schützenfest eigentlich? Warum machen wir das? Und wir sind überzeugt davon, dass wir ein tolleres, schöneres und auch persönlicheres Schützenfest haben dadurch, dass wir so viel in den Jahren von Alt oder Jung gelernt haben!
Wir haben uns als Ziel genommen, das diesjährige Königsjahr unserer Eltern mit Humor und schönen Familienfotos zu bereichern. In diesem Sinne wünschen wir allen Schützen und vor allem unseren Eltern ein unvergessliches sonniges Schützenfest.