Grußworte

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schützenbrüder,



die Saison ist eröffnet! Das Fest der St. Sebastianus-Bruderschaft Kleinenbroich 1702 liegt traditionell früh im Schützenkalender und ist damit ein beliebter Anlaufpunkt für alle Schützenfestbegeisterten, die sich nach langer Entbehrung endlich auf prachtvolle Umzüge, zackige Musik, Festbälle im Zelt und das bunte Kirmesgeschehen rund um den Matthiasplatz freuen.

Wenn am 15. Juni um 12 Uhr die Kirchenglocken läuten, die Fahnen gehisst werden und die Böllerschüsse ertönen, dann weiß Präsident Hans-Bert Heimanns und mit ihm der ganze Ort: Et jeht loss! Familien, Nachbarn, Freunde kommen zusammen. Im Zeichen guter Gastfreundschaft werden Besucher und Neubürger gerne integriert. Hier wird ein vielfältiges Engagement sichtbar und spürbar, das über die Festtage hinaus vor Ort bestens funktioniert.

König Thomas Bommes, die Minister Michael Bienefeld und Uwe Frye sowie das ganze Regiment werden streckenweise über frisch sanierte Straßen marschieren. Die Arbeiten an der Großbaustelle im Ort sind so terminiert, dass sie die Umzüge und Paraden nicht beeinträchtigen.

Allen Schützen und ihren Familien, der Kleinenbroicher Bürgerschaft sowie allen Besucherinnen und Besuchern wünsche ich fröhliche Feiertage und ein sonniges Schützenfest 2019.

Ihr


Marc Venten
Bürgermeister

   

Sehr geehrte Schützenbrüder
der Sankt-Sebastianus-Schützenbruderschaft Kleinenbroich 1702 e. V.,
verehrte Ehren- und Festgäste!

Schützenfest in Kleinenbroich
– da werden sofort Bilder wach bei denen, die dabei waren und mindestens einmal mitgefeiert haben: Feierlicher Gottesdienst im Freien, herrliche Paraden auf der Hochstraße vor der Pfarrkirche, Klänge von Trompeten, Hörnern, Schellenbaum und „dicker Tromm“, Tanz und Geselligkeit beim Bier im Festzelt an der Matthiasstraße und Wimpelketten und Fahnen über Straßen und an den Häusern. Im Wesentlichen war das wohl immer so, von kleinen Abwandlungen einmal abgesehen.
Es war so und es wird so bleiben – das wäre jedenfalls der Wunsch vieler. Aber darin liegt wohl auch die größte Herausforderung der nächsten Jahre. Das wurde deutlich auf unserer Generalversammlung. Denn unsere Gesellschaft, unser Dorf (wenn man das überhaupt noch so sagen kann) und unsere Kirche haben sich verändert und mit ihnen die Bruderschaft. Selbstverständlichkeiten verfliegen, der Zeitgeist spricht eine andere Sprache, Kritik an alten Brauchtumsgruppen und der Kirche werden lauter. Wie verhalten wir uns dazu? Der Austausch darüber ist immer auch ein Thema an den Tischen im Festzelt oder an der Theke – oft viel unkomplizierter und innovativer als mit einer Tagesordnung. Mit unserem König Thomas Bommes haben wir einen, der im Brauchtum unseres Ortes, mit seiner Stimme im MGV Eintracht und als Pilger der Matthiasbruderschaft verwurzelt ist, der „mitgeht“ und auch das „Neue“ mitdenken möchte. Er wird unterstützt von seiner Familie und seinen Ministern mit Familien. Er wird getragen von seinem Schützenzug und vom Vorstand der Bruderschaft. Nur so bleibt das Bewährte erhalten und zugleich lebendig.
Schützenfest in Kleinenbroich – dazu sind alle eingeladen, die Alt-Einwohner, die sich freuen auf das Bekannte, und die Neubürgerinnen und -bürger, die neugierig sind, wie Schützenfest 2019 „geht“!
Allen wünsche ich als Präses frohe Festtage, glückliche Stunden in geselliger Gemeinschaft, Paraden bei trockenem Wetter, den Kindern Spaß im Kirmestrubel und allen das Gefühl: Wir sind Kleinenbroich!


Ihr und Euer


Marc Zimmermann
Präses der Bruderschaft und Pfarrer an St. Dionysius, Kleinenbroich

   

Klopf! Klopf!

Das Schulterklopfen ist bei Schützentreffen weit verbreitet. Es gehört zu den Begrüßungsritualen besonderer Art und begleitet den freudigen Ausspruch „Mensch, schön dich zu sehen!“
Der sanfte Schlag auf die Schulter symbolisiert den emotionalen Dreiklang: Ich kenn dich, ich mag dich, ich freu mich. So macht schon die Begrüßung deutlich, wie sehr das Miteinander geschätzt wird.

Es gibt viele weitere Formen der Vertrautheit. Beim gemeinsamen Feiern, bei Festzug und Parade, bei Biwak und Königsball. Sie alle bestätigen Freundschaft und Gemeinsinn. Spätestens beim Anstoßen an der Theke: „Komm, wir trinken einen zusammen!“ So dient jeder festliche Anlass in Stadt und Land – wie beim stimmungsvollen Schützenfest in Kleinenbroich – zur Bestätigung von Frieden, Freude, von Freundschaft und Frohsinn.

Wer das Schulterklopfen für altväterliches Verhalten hält, verkennt die Bindungswirkung des niederrheinischen Brauchtums. Durch Bützen, Schulterklopfen und Umarmung drückt sich das enge Miteinander offen sichtbar aus. Die Aussage „Bei uns ist niemand allein“ ist also der tragende Gedanke des Miteinanders, das in der herzlichen Einladung zum großen Fest der St.-Sebastianus-Bruderschaft Kleinenbroich mündet: „Kommt gerne zu uns, lernt Kleinenbroich richtig kennen..!“

Wer der Einladung folgt, wird nicht gleich mit Schulterklopfen und Umarmung „überfallen“, wohl aber freundlich begrüßt und kann als mitfeiernder Gast erleben, wie besonders herzlich das Brauchtum am Niederrhein gelebt wird . Dabei steht das Gebet am Anfang: Das verbindende Glaubensbekenntnis bei der Schützenmesse. Es folgen Festzug und Parade als gemeinsames, heimatliches Erlebnis wie ein Spiel der Borussia, weil alle Beteiligten ihr Bestes geben wollen - aktiv und passiv. Das anschließende Treffen im Festzelt schließlich - mit dem Anstoßen nach rheinischer Art an Theke und Biertisch – sorgt für gelöste Stimmung und gibt Gelegenheit zum erneuten Schulterklopfen: „Prima, das haben wir richtig gut gemacht!“
Die alljährliche Bestätigung für die veranstaltenden Brauchtumsfreunde. Sowas kann schließlich jeder gut gebrauchen. Freude (und damit Kraft) tanken!

Beim Schützenfest in Kleinenbroich ist das bestens möglich. Das Spiel der Schützen ist als Einladung zu verstehen, mit dem Brauchtum die niederrheinische Seele zu erreichen. Bei Groß und Klein, Alt und Jung, aktiven und passiven Teilnehmern. Typisch rheinisch: Mit viel „Spaß an der Freud“ !

Darauf freut sich beim Schützenfest der Kleinenbroicher Freunde um Präsident Hans Bert Heimanns


HORST THOREN

Bezirksbundesmeister

   

Liebe Kleinenbroicher Mitbürgerinnen und Bürger!
Verehrte Gäste, Besucher und Freunde des Schützenfestes!
Liebe Schützenbrüder!

Im Namen des Vorstandes der St. Sebastianus-Bruderschaft Kleinenbroich 1702 e.V. grüße ich Sie alle sehr herzlich.

Mein ganz besonderer Gruß gilt in diesem Jahr den Kindern (und natürlich auch deren Eltern) unseres Heimatortes. Warum?- Sie alle kennen den Ausspruch „Kinder sind unsere Zukunft.“ Dieser Weisheit ist sich natürlich auch unsere Schützenbruderschaft bewusst. Deshalb wird Nachwuchspflege auch bei uns schon seit langem großgeschrieben.
Durch die Entwicklung mehrerer Neubaugebiete in den letzten Jahren haben glücklicherweise auch viele Familien mit Kindern bei uns ein neues Zuhause gefunden. Aktuell besuchen allein insgesamt 385 Kinder die Kindertagesstätten in Kleinenbroich. Nahezu gleichviele Kinder, nämlich 376, besuchen die beiden örtlichen Grundschulen.
Viele Kinder der Kitas folgen regelmäßig unserer Einladung zum Schützenfest, indem sie jeweils am Kirmesdienstag gemeinsam mit unserem Schützenkönig vor der Kirche den Vorbeimarsch der Schützen erleben und die Schützen anschließend zum Festzelt begleiten. Es ist immer wieder ein wunderschönes, beeindruckendes Bild, was Hoffnung und Zuversicht für die Zukunft macht. An dieser Stelle möchte ich den Leiterinnen der Kitas mit ihren Teams ganz herzlich danken. Sie tragen dazu bei, dass das jahrhundertealte Brauchtum weiter in unserem Ort gelebt wird.
Mein besonderer Dank gilt dabei auch der Leiterin der örtlichen Gutenberg-Grundschule, Frau Jutta Winkler, die es dem Königshaus und Vorstand unserer Bruderschaft schon seit vielen Jahren ermöglicht, ihren Schülerinnen und Schülern jeweils am Freitag vor dem Schützenfest einen Besuch abzustatten. Zur Freude aller Beteiligten gibt es dann immer eine von unserem Schützenbruder und ehemaligen König Dietmar Fischermann einstudierte Schützenparade, die viele Schülerinnen und Schüler gestalten. Nicht nur die Kinder, die mit großer Begeisterung bei der Sache sind, haben dabei sehr viel Spaß. Schöner kann die Einstimmung auf unser Schützenfest nicht sein!

In erster Linie aber sind wir Schützen selber gefragt, wenn es darum geht, Kinder und Jugendliche für das Schützenfest zu begeistern. Das kommende Schützen- und Heimatfest bietet hierzu wieder eine gute Gelegenheit. Bei den zahlreichen Festveranstaltungen können wir deutlich machen, wie wichtig ein gutes Miteinander ist. Gerade in der jetzigen Zeit, in der immer neue Maßstäbe, immer neue Techniken unser Leben prägen, suchen die Menschen nach Verbundenheit und Gemeinschaft. Unsere Bruderschaft steht zu diesen Werten, die es verdienen, verteidigt zu werden, damit unser Heimatort lebens- und liebenswert ist und bleibt. Stellen wir Schützen uns der hohen Verantwortung und geben wir das, was sich über 300 Jahre bei uns bewährt hat und was uns unsere Väter und Vorväter vorgelebt haben, an die nachfolgenden Generationen weiter! Der Nachwuchs soll merken, wie wohl es tut, in einer gefestigten Gemeinschaft verwurzelt zu sein, die einen trägt und fördert.
Die Kinder, die schon als Edelknaben (Pagen oder Tellschützen) aktiv am Schützenfest teilnehmen, habe diese positive Erfahrung schon gemacht. In diesem Zusammenhang bedanke ich mich auch ganz besonders bei dem Betreuerteam der Edelknaben, das bei uns hervorragende Nachwuchsarbeit leistet.
Zum Schluss möchte ich Sie, liebe Eltern, ermutigen, auch Ihrem Sohn die Teilnahme als Edelknabe zu ermöglichen, falls ein entsprechendes Interesse vorhanden ist. Nähere Hinweise hierzu finden Sie in diesem Festheft auf Seite 109 .

Freuen wir uns gemeinsam mit dem Königspaar, den beiden Ministerpaaren und dem Königszug auf ein hoffentlich wunderschönes und unbeschwertes Schützen- und Heimatfest 2019.
Hierzu heiße ich alle Beteiligten, Gäste und Zuschauer, darunter hoffentlich ganz viele Kinder, heute schon sehr herzlich willkommen.
Frohe und friedvolle Tage der Freude und Gemeinsamkeit wünscht Ihnen und uns allen

Ihr / Euer

Hans Bert Heimanns
- Präsident -


   

Liebe Kleinenbroicher Bürgerinnen und Bürger,
liebe Schützenbrüder,
liebe Gäste!

Zum 2. Mal darf ich als General unserer Bruderschaft das Grußwort in unserem Festheft zum Schützenfest in Kleinenbroich schreiben.

Wie in jedem Jahr ist auch sicherlich dieses Jahr die Freude groß, dass wir uns mit großen Schritten unserem Schützen- und Heimatfest nähern.

Manchmal fällt es schwer, ans Feiern zu denken, wenn Schicksalsschläge im Familien- oder Freundeskreis oder aber der Terror auf der ganzen Welt einen beschäftigen. Doch gerade dann sollten und dürfen wir ein paar Tage abschalten und Schützenfest feiern.
Die Schützenzüge unserer Bruderschaft treffen sich in regelmäßigen Abständen zu Versammlungen oder auch um miteinander zu feiern, jedoch leider auch zu traurigen Anlässen, um zueinander zu stehen. Gerade das macht unser Schützenwesen aus, dass man sich in allen Lebenssituationen aufeinander verlassen kann.

Daher mein Aufruf an alle Schützen und deren Begleitung, aber auch an alle Mitbürger: Feiert mit uns traditionell eine Woche nach Pfingsten unser schönes Schützen- und Heimatfest. Schauen Sie sich die Parade vor unserer wunderschönen Pfarrkirche St. Dionysius an oder aber besuchen Sie unseren Gottesdienst mit anschließendem Zapfenstreich an unserem Ehrenmal. Feiern Sie alle mit uns in unserem Festzelt mit viel Musik bei friedlicher Stimmung. Die Schausteller bemühen sich auf unserem Kirmesplatz, um Ihnen Volksfeststimmung zu präsentieren.
Wie im letzten Jahr auch darf ich Sie alle bitten, Ihre Häuser zu schmücken, damit jeder erkennt: Es wird wieder Schützenfest gefeiert!

Zum Schluss möchte ich mich bei meiner Generalität, Hauptleuten und Vorstand unserer Bruderschaft für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr bedanken.

Ich wünsche allen ein schönes und friedliches und sonniges Schützenfestfest 2019!


Stefan Danners
General der St. Sebastianus-Bruderschaft Kleinenbroich

   

Liebe Schützenbrüder, sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,


aller guten Dinge sind drei. Endlich bin ich Schützenkönig von Kleinenbroich!

Meine ersten Erinnerungen an unser Heimat- und Schützenfest hatte ich als Vorschulkind, als ich mit meiner Mutter die sommerlichen Paraden besucht und meinen Vater und Großvater beim Marschieren beobachtet habe. Früh war für mich und meine Freunde deswegen klar, das möchten wir später auch mal machen. Gesagt, getan und dieses Jahr kann ich nun auf meine 30-jährige aktive Mitgliedschaft in der St. Sebastianus-Bruderschaft Kleinenbroich zurückschauen.

„Wir helfen einander“- ein Wert, der seit jeher ein Kern unserer Bruderschaft ist und den ich in der Vergangenheit von vielen lieben Menschen erfahren habe und heute weitergeben möchte. Dabei spielen weder die Herkunft, Religion noch Alter eine Rolle. Hinzu kommen Freundschaft, Nächstenliebe, Gerechtigkeit sowie Pflichterfüllung und Treue. Meiner Meinung nach alles Tugenden, die in unserer heutigen, schnelllebigen Zeit oft zu kurz kommen, daher möchte ich, solange wie ich kann, diese an die nächsten Generationen weitergeben.
Meine Frau, meine Minister mit Damen und ich sind beeindruckt von der Freude, Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft, die uns von allen Seiten entgegenkommt und so gehen wir voller Vorfreude in unser großes Heimat- und Schützenfest.

Ich möchte daher alle einladen, ein herzliches und fröhliches Schützenfest bei uns – hier in Kleinenbroich, an unserem von weitem sichtbaren Kirchturm von St. Dionysius – zusammen mit meiner Königin, meinen Ministerpaaren und meinem Königszug „Eintracht“ zu feiern.

Es grüßt herzlich,




S.M. Thomas Bommes III